Nur mit genügend Sauerstoff und den richtigen Nährstoffen können Mitochondrien Energie produzieren
Damit die Mitochondrien Energie aus Fett und Glukose mithilfe von Sauerstoff produzieren können braucht es Nährstoffe, die in genügender Menge vorhanden sind. Fehlt ein Nährstoff, so funktioniert die Energieproduktion in den Mitochondrien nur eingeschränkt oder gar nicht.
Rote Blutkörperchen
Der Sauerstoff wird am Eisen der roten Blutkörperchen gebunden. Je mehr Eisen vorhanden ist, desto mehr Sauerstoff kann gebunden und somit transportiert werden. Der Eisenwert lässt sich anhand einer Blutanalyse bestimmen, wobei hier das Speichereisen Ferritin eine zentrale Rolle spielt. Die normale Bandbreite des Ferritinwertes liegt, je nach Labor, bei 15-250ng pro ml Blut für Frauen und bei 20-500 ng pro ml Blut bei Männern.
Für den Sauerstofftransport macht es jedoch einen riesigen Unterschied, ob sich der Wert im unteren oder oberen Bereich befindet. Ein Wert im unteren Bereich kann bedeuten, dass die Mitochondrien zu wenig Sauerstoff bekommen um daraus Energie zu produzieren. Die Folge sind Müdigkeit, Energielosigkeit, kein Fettstoffwechsel, usw. Erhöhen diese Menschen den Eisenspiegel, zum Beispiel in der Form einer Eiseninfusion, so zeigt sich dies in einer sofort massiv gesteigerten Sauerstoffaufnahmefähigkeit und Sauerstoffverwertung im Körper. Die Zellen können mehr Energie produzieren und der Fettstoffwechsel steigt von null auf 100%!l
Der Zustand der Sauerstoffaufnahmefähigkeit und Sauerstoffverwertung im Körper, sowie die Leistung der Mitochondrien lässt sich gut anhand einer Stoffwechselanalyse messen. Was es alles braucht, um den Eisenspiegel zu erhöhen, haben wir in einem separaten Artikel zusammengefasst.
Aufbau der Zell- und Mitochondrien Membranen
Die Durchlässigkeit der Zellen für Nährstoffe und Sauerstoff ist abhängig vom Aufbau der Zellwände, wobei hier, neben Cardiolipin und Lecithin ein hoher Anteil an Omega 3 Fettsäuren (EPA, DHA) entscheidend ist. Ohne diese Fettsäuren funktioniert die Energieproduktion in den Zellen nicht (Kuklinski, 2015). Die Fettsäuren sind jedoch sehr empfindlich unter anderem gegenüber freien Radikalen und Chemikalien (Pestizide, Lösungsmittel, usw.)
In unseren Breitengraden haben wir meist einen Mangel an Omega 3 Fettsäuren, weshalb wir empfehlen täglich Omega 3 in die Nahrung einzubauen. Zum Beispiel durch:
Fetten Fisch (Lachs, Thunfisch, Hering, Makrele)
Leinöl und Leinsamen
Hanföl und Hanfsamen
Baumnussöl und Baumnüsse
Rapsöl
Weizenkeimöl
Chiasamen
Alternativ kann man auch Omega in der Form von Kapseln einnehmen. Um die Fette vor Oxidation und freien Radikalen zu schützen ist es wichtig fettlösliche Antioxidantien mit der Nahrung aufzunehmen. Dazu gehören zum Beispiel Vitamin E, Alpha-Liponsäure, Q10.
Mitochondrien
Dank genügend Eisen im Blut und Omega 3 Fettsäuren bringen wir Sauerstoff und Nährstoffe in die Zellen. Jetzt braucht es jedoch noch eine Unzählige Anzahl an Nährstoffen, damit die Mitochondrien überhaupt arbeiten können. Fehlt einer dieser Nährstoffe oder ist dieser in ungenügender Menge vorhanden, so kann trotz genügend Sauerstoff keine Energie in den Mitochondrien produziert werden. Diese wichtigen Nährstoffe sind:
Vitamin B1 (Thiamin)
Vitamin B2 (Riboflavin)
Vitamin B3 (Niacin)
Vitamin B5 (Pantothensäure)
Vitamin B6 (Pyridoxin)
Vitamin B7 (Biotin)
Vitamin B12
Vitamin C
Q10 (Q10 nehmen wir hauptsächlich aus Fleisch und fetthaltigem Fisch auf. In geringeren Mengen ist Q10 auch in Olivenöl, Rapsöl und Nüssen enthalten. Der Körper kann Q10 auch selber bilden und benötigt dazu die Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin, Vitamin E, sowie praktische alle B-Vitamine. Veganer und Vegetarier können einen Q10 Mangel aufweisen).
Eisen
Magnesium
Mangan
Kupfer
Selen
Zink
EPA / DHA
Alpha-Liponsäure
L-Carnitin (L-Carnitin nehmen wir hauptsächlich aus tierischen Lebensmittel auf. Der Körper kann L-Carnitin jedoch auch selbst bilden und benötigt dazu die Aminosäuren Methionin und Lysin, sowie Vitamin C, Vitamin B6, Niacin und Eisen. Veganer und Vegetarier können einen Mangel an L-Carnitin aufweisen).
Antioxidantien zur Neutralisierung freier Radikale
Damit die Mitochondrien nicht geschädigt werden, müssen sie vor den anfallenden freien Radikalen geschützt werden.
Q10
Gluthation
Alpha-Liponsäure
Vitamin C
Vitamin E
Selen
Zink
Kupfer
Mangan
Polyphenole
Carotinoide
Flavonoide
Sekundäre Pflanzenstoffe
Astaxanthin
Möchtest du wissen, wie gut deine Mitochondrien Energie produzieren können, so melde dich einfach für eine Stoffwechselanalyse an.
Literatur
Kuklinski, B. (2015). Mitochondrien - Symptome, Diagnose und Therapie. Aurum.